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Wieder mal eine Nacht mit kaum Schlaf hinter mir. Jedes Mal, wenn ich die Augen schließe, fühle ich Schmerz und Traurigkeit.

 

19.4.12 09:27


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Ich war vorhin auf dem Friedhof.

Es hat genieselt und übern ganzen Friedhof lag ein grauer Schleier. Das Wetter sah aus, wie es in mir selbst aussieht.

Ich fühle mich von einem Nebel umgeben. Geräusche machen mich total panisch. Ich mag nicht unter Leute gehen und jemanden ansehen macht mir Angst.

Bei jedem Wort von anderen, jeder Blick lässt mir wieder Tränen in die Augen schießen. Reden kostet mich viel Kraft.

Seit letzter Woche bin ich krankgeschrieben, weil ich das Gewusel auf der Arbeit nicht ertragen kann. 

Ich weiß nicht, wie ich es schaffen soll mein Leben zu schaffen. Ich kann nicht mehr schlafen, mir ist dauerhaft übel und kalt, meine Ohren schmerzen und immer wieder kommen die Tränen.

18.4.12 10:41


Freitag, der 13.

Welch passendes Datum für eine Beerdigung :-((((

Der Sarg, die Blumen, die Schleife... ich konnte meinen Blick nicht mehr davon lösen. Mein Hals wurde enger, das Schlucken wurde immer schwieriger. Mein Herz zog sich zusammen.

Ich dachte, ich ersticke gleich!

Dann kamen die Männer in Schwarz und trugen ihn hinaus zum Grab. Der Weg ging über den gesamten Friedhof. Mir war nie bewusst, wie groß es dort ist. Jeder Schritt fiel mir schwer.

 Dann wurde er hinabgelassen. Viele Hände voll Erde und Blumen hinterher.

Ich bin zu Fuß nach Hause. Allein-immer einen Fuß vor den anderen. Mein Blick nur auf die Füße gerichtet. Meine Konzentration und Kraft ging nur dafür drauf. Ich habe niemanden gesehen oder gehört, selbst für Tränen war keine Kraft mehr da.

Komischerweise war es ein gutes Gefühl zu wissen, wo er jetzt liegt und gesehen zu haben, wie er dorthin kam. Ich glaube, dass ist es was man Abschied nehmen nennt.

Bei Oma war es soviel schwerer. Sie wurde verbrannt und anonym beerdigt (Sie wollte es so). Ich musste von meiner Mutter aus der Kirche gezogen werden und noch Jahre lang hatte ich Alpträume, dass sie während des Verbrennens aufwacht und verbrennt.

Obwohl ich nicht sagen kann, dass ich keine bösen Träume bekomme. Das würde ja Schlaf voraussetzen. Und geschlafen habe ich seit Ostersonntag nicht mehr wirklich.

 

17.4.12 20:33


Dienstag 10. April

Heute ist vorüber,

morgen noch nicht da.

Gestern scheint so weit entfernt,

unwirklich,

doch durch Tränennebel klar.

Dunkelheit umfängt mich sanft,

Stille quält mein Hirn.

Herz versucht in Wort zu fassen,

doch im Kopf kommt Wasser an.

Schlaf suche ich vergebens,

das Bild ist tief ins Aug´ gebrannt.

Ich kann es einfach nicht fassen,

wie konntest du mich verlassen?

17.4.12 19:58


Ostersonntag

Ostern fing sehr schön an.

Wie immer eigentlich...

Gegen 15 Uhr sind wir zu meinem Opa gegangen um dort Kaffee zu trinken. 1 mal klingeln und warten (Opa schwerhörig und 83 Jahre alt). 2. Klingeln und warten.... keine Reaktion. (Ein Hörgerät ist kaputt).

Keine ungewöhnliche Situation und da wir einen Schlüssel haben sind wir reingegangen. Schon beim Aufschließen ist es komisch im Bauch.

In der Wohnung kein Geräusch. Im Wohnzimmer ist Licht an und Rollo noch runter. Opa liegt auf der Couch und wird dort nicht wieder aufstehen.

Alles ging denn irgendwie ganz schnell und auch wieder ist alles wie in Zeitlupe in mein Gedächtnis gebrannt.

Ein Polizist kam um auszuschließen, dass es Mord oder Selbstmord war. Eine Ärztin zur Untersuchung. Die Bestatter mit dem Sarg.

Die Tränen fließen ununterbrochen.

Wie soll es weitergehen?

17.4.12 19:37





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